Dein Wissensplus über die liturgischen Geräte

Einige liturgische Geräte hast du schon kennengelernt. Aber es gibt noch viele mehr! Unser Mesner Herr Hoffmann war so nett und hat für dich eine Auswahl bereitgestellt.

Liturgische Geräte

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1. Aspergil und Weihwasser

Der Aspergil hat seinen Namen vom lateinischen Wort aspergere, “Besprengen”.
Er besteht oft aus einer durchlöcherten Metallkugel an einem Griff und erinnert ein bisschen an einen Buchsbaumzweig oder Palmwedel. Man nutzt ihn, um die Gläubigen mit Weihwasser zu segnen. Die Minis tragen ihn mit dem Weihwasserkessel zum Beispiel zu Beerdigungen auf dem Friedhof.

2. Benediktionale

Es hat seinen Namen vom lateinischen „benedicere“, was „segnen“ bedeutet,und enthält Segensgebete für so ziemlich alle Anlässe. Der Buchdienst der Minis hält es dem Priester hin.

3. Evangeliar

Im Evangeliar sind die Texte der Evangelien abgedruckt. Es wird beim Einzug mitgetragen und zur Evangelienprozession mit Leuchtern und Weihrauch begleitet. Wir verehren das Buch besonders, weil aus ihm das Wort Gottes verkündet wird.

4. Gebets- und Gesangbuch

Kein Gottesdienst ohne Gesang und gemeinsames Gebet. Das Gotteslob enthält aber nicht nur Lieder für den Gottesdienst, sondern auch viele Erklärungen und schöne Gebete, die du zu Hause beten kannst.

5. Hostienschale, Patene und Ziborium

Diese kunstvoll gestaltete Schale dient zum Transport der Hostien bei der Kommunionausteilung. In vielen Pfarreien gibt es neben der Hostienschale (5a) noch einen kleinen goldenen Teller für die große Hostie, die der Priester bei den Hingabeworten am Altar verwendet. Dieser kleine Teller wird Patene (5b) genannt und liegt bei der Gabenbereitung auf dem Kelch oben auf. Bleiben nach der Kommunionausteilung Hostien übrig, werden sie in der Regel in einem Ziborium (5c), einer Hostienschale mit Deckel, im Tabernakel aufgehoben. Sie sind so wertvoll gestaltet, weil sie das wertvollste aufnehmen, das es gibt: Jesus Christus.

6. Kelch und Kelchvelum

Der Kelch (6a) ist aus Gold oder Silber gearbeitet und kann reich verziert sein. Genutzt wird er als Gefäß für den Wein,  der in Christi Blut gewandelt wird. Die Minis bringen ihn zur Gabenbereitung auf den Altar: Dann erst wird er mit Wein gefüllt. Meist ist er mit einem Tuch, dem Kelchvelum (6b), in der liturgischen Farbe des jeweiligen Tages verhüllt.

7. Kelchtuch

Es wird vom Priester oder Diakon für die Reinigung des Kelches nach der Kommunion verwendet, um den Kelch zu reinigen. Das nennt man auch „purifizieren“. Hierzu bringen die Minis noch einmal Wasser zum Priester.

8. Kännchen für Wein und Wasser

Die Ministranten bringen Wein und Wasser in eigens hergerichteten Kännchen zum Altar. Sie sind entweder aus Glas, Metall oder Keramik. Oft sind sie beschriftet: „A“ für Aqua (lateinisch für Wasser) und „V“ für Vinum (lateinisch für Wein). Vielfach wird das Wasserkännchen auch für die
Händewaschung bei der Gabenbereitung verwendet.

9. Leuchter und Flambeaus

Beide werden von den Minis zu feierlichen Momenten im Gottesdienst getragen. Zum Beispiel, wenn Christus, das „Licht der Welt“, im Wort der Heiligen Schrift zu uns spricht. Außerdem unterstreichen sie die Gegenwart Christi in den gewandelten Gaben von Brot und Wein.

10. Korporale

Ähnlich einer kleinen Tischdecke, wird dieses gestärkte Tuch zur Gabenbereitung auf dem Altar ausgebreitet, um Hostienschale und Kelch darauf zu stellen. So können keine Hostienpartikel beim Brechen der Hostie verloren gehen. Die Bezeichnung spielt auf den Leib Christi an (lateinisch „Corpus Christi“), der im Sakrament der Eucharistie gegenwärtig wird.

11. Vortragekreuz

Am Kreuz ist Jesus Christus für uns gestorben. Es ist unser Erkennungszeichen als Christen, das Symbol der Auferstehung, des Lebens und der Liebe Gottes. Jesus Christus ist das Haupt der Gemeinde, deshalb wird das Kreuz vorangetragen und vor der Gemeinde hingestellt.

12. Lavabotuch

Die Bezeichnung leitet sich vom lateinischen Wort „lavare“ für „waschen“ ab. Es ist das Tuch zur Handwaschung, das die Minis dem Priester reichen.

13. Lektionar

Dieses Buch enthält die Texte der Lesungen für die Heilige Messe in der von der Kirche vorgegebenen Reihenfolge und Auswahl. Aus ihm tragen die Lektorinnen und Lektoren die Lesungen vor. Wird kein eigenes Evangeliar verwendet, wird auch das Evangelium daraus verkündet.

14. Messbuch

Es enthält alle Gebete und liturgischen Texte, die der Priester im Gottesdienst spricht: Tages-, Gaben- und Schlussgebete, die Hochgebete und Segensgebete. Es gibt drei Ausgaben des Messbuchs: Eines mit blauem Einband, in dem alle Messtexte enthalten sind außer der Kar- und Ostertage, daneben eines mit rotem Einband nur mit den Texten für die Fest- und Sonntage und ein kleineres grünes Messbuch, in dem alles kompakt gesammelt ist.

15. Weihrauchfass und Schiffchen

Der Weihrauch ist Zeichen der Anbetung und Verehrung. Das Behältnis für die Weihrauchkörner erinnert seiner Form nach oft an ein kleines Boot und wird daher „Schiffchen“ genannt. Das Weihrauchfass wird von den Minis in der Heiligen Messe zum Einzug, zum Evangelium, zur Gabenbereitung und beim Hochgebet verwendet.

16. Monstranz

Das Wort Monstranz kommt vom Lateinischen „monstrare“, was so viel heißt wie „zeigen“. Die Monstranz ist ein wertvolles Gefäß, weil sie auf ihre Mitte hinweist: dort wird der Leib Christi eingesetzt. Sie zeigt uns also an, dass Gott mitten unter uns da ist. Wir gebrauchen die Monstranz an Fronleichnam, wenn wir mit dem Leib Christi durch unsere Straßen gehen oder bei der Anbetung, wenn wir uns besonders auf Gott ausrichten.

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